Die Geschichte der Angoraziege

Mukhayyar bedeutet "die Auserwählte"

Aus diesem arabisch-persischen Verb entstand das Wort Mohair, der Name des makellosen Vlieses der Angoraziege.

Der kostbare Stoff, gewebt aus diesem weichen, glänzenden Flor, von unvergleichlichen Qualitäten, war bereits vor mehr als zwölf Jahrhunderten in Asien gefragt.

Ab dem 4. Jahrhundert v. Chr. bezeugen sumerische Keilschrifttafeln  die Existenz von Angoraziegen und die alten Griechen erzählen die berühmte Geschichte von Jason und dem goldenen Vlies.

Ab dem 11. Jahrhundert ist diese Ziegenart auf den anatolischen Hochebenen im Herzen der Provinz Angora, dem heutigen Ankara, angesiedelt.

Diese kostbare Faser wurde damals sofort für die Kleidung des Sultans und seines Hofes reserviert.

In 15. Jahrhundert brachte der Franzose

Jacques Coeur, der große Schatzmeister von König Karl VII.,  eine Herde dieser  "Ziegen mit langen, welligen, weichen Haaren, die zum Färben geeignet sind" mit. Diese Herde wurde  auf dem Bauernhof "Chevrotière" in der Nähe von Saint-Pourcon-sur-Sioule in Allier gehalten. Dort macht man die Erfahrung, daß das Vlies dieser orientalischen Ziegen für die kostbare Weberei liturgischer Tücher und priesterlicher Gewänder für die Mönche des Priorats von Montet sehr gut geeignet war. Leider überlebten die Herden die damaligen Hungersnöte nicht.

Zu Beginn des 21. Jahrhunderts reisten einige Züchter mit der Seele von Pionieren um die Welt, um die "Schönen" einzuladen, auf ihrem Land der  „FERMES DE FRANCE“ zu grasen.

Die Züchter schließen sich zusammen, um Kennern und Liebhabern  mit hohen Qualitätsansprüchen diese Produkte  mit „Seele“ anzubieten zu können.

Sie gründen ein Siegel mit anspruchsvollen Standards, das ihre Produktion von Mohairwolle authentifiziert: LE MOHAIR DES FERMES DE FRANCE ist geboren.

Gravure de chèvres angora